Pilsner
Hirschbräu
Weisser Hirsch
Räuber-Kneißl
Export Dunkel
Meckatzer Weiss-Gold
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Weisser Hirsch
Räuber-Kneißl
Export Dunkel
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BRAUMEISTER BEIM 12. INTERNATIONALEN BIERFESTIVAL

BIERE

Karl-Marx-Allee, Berlin, 1. - 3. August 2008
Team: Lea Dittbrenner, Christian Eckert, Ulrich Berg, Markus Schäfer, Harald Steinhausen, Jeffi
An einem Sonntag im August…, da reiht sich auf der ganzen Karl-Marx-Allee ein Bierwagen an den nächsten. Auf der ganzen Karl-Marx-Allee? Nein! Es gibt einen kleinen Flecken ganz im Westen, am Strausberger Platz. Da hat eine Ansammlung Unbeirrbarer ein Wohnzimmer errichtet, das mit einem Bierwagen rein gar nichts gemein hat.
Was sich im wunderbaren Berliner Altbau Salon, unserem Basislager im Prenzlauer Berg, gut macht, das ist gerade gut genug für die ehrwürdige Karl-Marx-Allee – dachten wir uns, und verlagerten unser Domizil kurzerhand dorthin. Selbst die Tapete kam mit. „Willkommen bei Familie Braumeister“.
Nun, am Sonntagmorgen, dem dritten Tag auf dem 12. internationalen Bierfestival, scheint es die Quittung zu geben für derlei Leichtsinn. Die Sessel haben sich vom morgendlichen Unwetter aufgesogen wie Schwämme und die Teppiche gleichen einem Sumpf. Die Tapete ist zerfleddert und das Personal ist, sich verzweifelt an unsere Schirme hängend, davongeflogen. „Über den Wolken,“ stimmt sich der Alleinunterhalter auf einen langen Arbeitstag ein. Doch dann beginnt er mit seiner Ode „Marmor, Stein und Eisen bricht…“. Er hat etwas mit uns gemein – er scheint gänzlich schmerzfrei zu sein. „…Aber unser Wohnzimmer nicht!“, denken wir laut und beginnen die Sessel und Sofas auszuwringen. Und siehe da, alsdann beginnt die Sonne Luft und Asphalt zu erhitzen, Dunst steigt auf. Aus unserem Wohnzimmer wird ein Dampfbad und die Gäste wissen unsere Oase zu schätzen. Und während es von der Bühne schallt „lets get loud“, werden auch die Bestellungen lauter und einsilbiger.
Warum das ganze? Weil wir lieben, was wir ausschenken. Weil unsere Biere es verdient haben in einem einzigartigen Ambiente verkostet zu werden. Es tummeln sich Genießer, Sturztrinker, Einheimische, Eingeflogene, Jäger und Sammler. Letztgenannte sammeln alles was nicht Niet- und Nagelfest ist – Bierdeckel, Kronkorken, Flaschen, Gläser, Kugelschreiber, Schilder und Barhocker.
Gegen Abend sammeln sie sich alle in unserer guten Stube: der Herr vom Grill nebenan, der unsere Sofas über die Maßen schätzt, Verliebte und solche, die es erst noch werden wollen. Und es ist ein Moment von fast lyrischer Zartheit , wenn sie alle unbekannter Weiße miteinander anstoßen und zu dem Ergebnis kommen: „Man kann von der Biermeile halten was man will. Aber det Bier, det is der Hammer hier.“
Und zu guter letzt, es ist spät geworden, ist es wie am Ende einer bekannten Comic-Reihe. Den Barden würde man am liebsten von der Bühne holen und ihn mit verbundenem Mund liebevoll an den nächsten Baum hängen. Doch halt – ist das nicht wirklich Joe Cocker?
Text: Markus Schäfer
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