BRAUMEISTER SALON


Jan Koch

Felix Römer

Yvonne Gallo




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BIERE


 

BRAUMEISTER Wohnung, Schönhauser Allee 43a, Berlin, März 2008


Team: Lea Dittbrenner, Christian Eckert, Ulrich Berg, Marcel Müller


Berliner Luft & Braumeister Salon


Es war einmal...

Stuck an den Wänden, leuchtender Tresen, windschiefe Fenster, der Hauseingang von marodem Charme. Wie ein Relikt aus längst vergangenen Zeiten erscheint die im ersten Stock gelegene Wohnung in der Schönhauser Allee 43a, von der aus ihre Besucher eine so herrliche Aussicht auf die vorbeifahrende leuchtendgelbe U-Bahn haben. Die Phase der Vollsanierung, Modernisierung und Be-Berlin Kampagnen scheinen an dieser Brutstätte kultureller Vielfalt fast unmerklich vorbei gegangen zu sein.


Man schrieb das Jahr 2008. Das Vorige wurde mit all seiner Kälte und Ungemütlichkeit abgeschüttelt und mit reichlich Sekt und unabhängigen Bieren ins Nirwana geschickt. Viele gute Vorsätze wurden ans Universum gesendet und wie es die Tradition verlangt, nicht eingehalten. Doch wie in jedem Fall, gab es Ausnahmen: In eben dieser Silvester Nacht wurde die Idee eines literarischen Salons geboren, die zum einen, vorzügliche Unterhaltung, ein hochwertiges Programm und eben diese Verknüpfung mit einzigartigem, bekömmlichem und vor allem unabhängigen Bieren zum Inhalt hatte. Zweimal im Monat verwandelte sich nun die besagte Wohnung, mit viel Glanz & Glorie, in einen literarischen Salon, gepaart mit ausgelassenen Freudentaumeln zum geschmeidigen Ausklang des Abends.

Deftiges aus den Hurengesprächen von unserem Lieblingsberliner Zille, interpretiert von Yvonne Gallo, Wortakrobatisches,  Erhellendes und Erquickendes von Slam Poeten wie Felix Römer und Jan Koch. Übrigens ein Traumhaftes SpokenWord-Duo, die bevor sie den Abgang machen, noch schnell einen Bukowski Tag einlegen.

Die Berliner Luft im Braumeister Salon, erfüllt war sie mit Stimmengewirr und Gelächter der Berliner und denen, die es noch werden wollten.

Dies alles scheint wie ein Traum aus längst vergangenen Tagen. Der Braumeister Salon fiel der Zensur einer selbsternannten LärmSchutzPolizei zum Opfer. Und seit jenen Tagen, kam es nicht selten vor, das jene Berliner und die, die es noch werden wollten auf der Schönhauser Allee schlenderten und einen wehmütigen Blick in den 1.Stock warfen.

Doch wie das Leben so spielt, alles hat seine Zeit, doch es liegt schon wieder etwas in der Luft- in der Berliner Luft.


Text: Lea Dittbrenner

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