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FÊTE DE LA MUSIQUE - BRAUMEISTER BÜHNE
Daniel Dietz
Sebastian Arnold
Lado Youngler
Jazzica Nabis
Lily Affairs

FOTOS





Helmholtzplatz, Berlin – Prenzlauer Berg, 21. Juli 2010
Team: Cilly Bornholt, Christian Eckert, Lea Dittbrenner, Fynn Peters, Tilman Horsinka, Uwe Zimmermann, Carl Berthold, Ulrich Berg
Pünktlich zu Sommerbeginn lockte die Féte de la musiqe zahlreiche Menschen ins Freie, zur Musik und vor die Bühnen der Metropolen dieser Welt. Jedes Jahr. So wie immer seit 1982. So wie immer?
Nein! Denn Großes geschah am Helmholtzplatz im Berliner Prenzlauer Berg, altehrwürdiger Wirkungsstätte des ortsansässigen Braumeister Vereins. Längst als Initiator zahlreicher Festivitäten bekannt, reihte sich „Braumeister“ in diesem Jahr erstmals in den bunten Reigen derjenigen ein, die als Veranstalter an der Féte de la musiqe teilnehmen und sie um eine Bühne bereichern. Eine Premiere also.
Die Vorfreude auf einen traditionell genußorientierten Braumeister Auftritt war groß. Nicht minder groß der Anspruch, Gästen und Besuchern in gewohnter Manier die Sinne zu verwöhnen.
Groß auch die Verantwortung für das akustische und kulinarische Wohl, und natürlich die dem anspruchsvollen Gaumen gegenüber.
Aber groß ist auch die Braumeister- Familie, die als Team die Aufgabe angepackt und gebraumeistert hat.
Das Herz der Veranstaltung: Die Bühne. Frühmorgens von zahlreichen Helfern errichtet. Das Zelt über den Köpfen erfüllte seinen Zweck als Sonnenschutz - Regen kam an diesem Tag nicht in Frage, schließlich feierten wir den Sommerbeginn.
Die Musiker waren großartig.
Stimmungsvolle Auftritte durch die Bank, ein breites Genrespektrum.
Ein Singer/Songwriter (Daniel Dietz) läutet die Féte ein. Eine zweiköpfige Street Music Formation (Radio Portati) lässt die Zuschauer mitwippen, klatschen. Erste Zuschauer verfallen in Tanzschritte.
Der Auftritt der Indie Rock Kapelle (Lado Youngler) wird der bis dato gefühlt lauteste. Das Publikum geht mit. Ein Schlagzeugvirtuose (Sebastian Arnold) sorgt mit seiner One-Man-Show für Bewunderung und ungeteilte Aufmerksamkeit, begeistert die stetig wachsende Zuhörerschaft.
Es folgt die frenetisch gefeierte Schülerband (JazzicaNabis) mit eigenem Groupie Anhang. Tanzwütige Teenies vor der Bühne stecken das restliche Publikum an. Wohin das Auge auch schweift, der Platz ist voll.
Abends dann die perfekte Abrundung des musikalischen Programms mit einer Band (Lily Affairs), die sich irgendwo zwischen Akustik, Pop und Funk die ungeteilte Aufmerksamkeit der Anwesenden sichert,
nicht zuletzt dank ihrer Sängerin.
Direkt neben der Bühne der zweite Publikumsmagnet: Der „Tresen“, die Theke, der Ausschank. Man reicht Engelbier aus Crailsheim, frisch gezapft, es wird dankend genommen.
Die sommerliche Wärme ließ den Durst wachsen, der Durst die Schlange vor dem Getränkeausschank und der Getränkeausschank schließlich das Maß des allgemeinen Wohlbefindens: Ein Engel für die Großen, eine Fritz Limo für die Kleinen und eine Bratwurst auf die Hand für beide. Der Klassiker, so gefragt, dass zwischenzeitlich die Brötchen ausgehen - die einzige Lücke in der Versorgungskette an diesem Tag, die so schnell behoben wurde, wie sie aufgetreten war.
Der Platz füllte sich im halbe Stunden Takt. Ein bunt gemischtes Publikum aus Neugierigen, die durch Musik oder den Geruch frischer Bratwurst angelockt wurden, der treuen Anhängerschaft der Musiker und zahlreichen Anwohnern. Gemeinsam feiern sie in wohlig entspannter Atmosphäre. Am Nachmittag ist die Féte ein Familienfest, am Abend kommt mehr und mehr Konzertstimmung auf und ständig stoßen Neuankömmlinge hinzu.
Ja! Es ist eine Féte und das letzte Lied der letzten Band kommt viel zu schnell - wie so oft.
Und selbst lange nachdem der letzte Akkord irgendwo in der lauen Sommernacht verklungen ist, wird am Helmholtzplatz noch gelacht, palavert und noch eins von dem leckeren Bier bestellt, das, so scheint es mir, an einem Tag manch neuen Freund gefunden hat. An diesem Tag, an dem eine verheißungsvolle Premierenfeier Vorfreude auf kommende Jahre weckte, und man sich endgültig gewiss sein konnte: Ja, so muss eine Premiere sein!
Text: Tilman Horsinka
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